Karstadt – Hübsch machen aber bitte ohne Risiko

Karstadt - Hübsch machen aber bitte ohne Risiko
© loop_oh

Karstadt ist raus aus den Medien. Das ist die gute Nachricht. Aber Karstadt ist noch nicht raus aus der Krise. Da ist sich Rainer Bartle sicher. Er gilt als Experte für Warenhäuser und hat dem Handelsblatt ein Interview mit dem Titel Karstadt-Krise – Das Ziel ist der Zusammenschluss mit Kaufhof gegeben.

Darin äußert Bartle: "Das Ziel ist der Zusammenschluss mit Kaufhof, da sind sich in der Branche fast alle einig. Wir haben in Deutschland rund 240 Karstadt- und Kaufhof-Häuser. Davon kann auf Dauer maximal die Hälfte überleben. Karstadt-Chef Andrew Jennings hat nur eine Aufgabe: die Braut hübsch zu machen."

Und macht noch einen interessanten Abstecher zum Thema Positionierung:

"Wofür steht Karstadt? Warum sollte ich dort einkaufen? Diese Fragen kann ich nicht beantworten, und ich denke, so geht es vielen Menschen. Zu P & C geht man wegen der Auswahl, zu C & A wegen der Preise, zu H & M wegen der Trends – und zu Karstadt?"

Viele Unternehmen – man denke nur an Opel – haben genau dieses Problem. Man weiß nicht, wofür sie stehen. Und das ist auch bei Karstadt ein Kernproblem seit Langem. Und das Problem ist bis heute nicht gelöst. Eines von mehreren Baustellen im Hause. Welche es sonst noch gibt, schreibt die Zeit im Artikel Der edle Herr Berggrün hält sich vornehm zurück.

IBM bringt Augmented Reality in den Supermarkt

IBM bringt Augmented Reality in den Supermarkt
© Daniel Voyager

QR-Codes sind von gestern. IBM geht bereits einen Schritt weiter, um Informationen für Kunden in Supermärkten aufbereiten zu können. Das Stichwort ist: Augmented Reality.

Wie das funktionieren soll, wird kurz in dem Artikel Augmented Reality kommt in Supermärkte auf www.pressetext.de erklärt:

"Registrierte Kunden können dann durch ihre Smartphone-Kamera auf die Produkte in den Regalen sehen und bekommen am Bildschirm ausgewählte Informationen zu den Waren eingeblendet."

Und nicht nur der Kunde kann sich am sogenannten Point of Sale, bzw. am Regal darüber informieren, welche Ware da gerade vor ihm liegt. Auch der Händler hat etwas davon, wie es im oben verlinkten Artikel aufgeführt wird:

"…, dass sich für Marketing-Abteilungen ganz neue Möglichkeiten eröffnen. Erstens erhalten die Einzelhändler über die Apps eine Menge Informationen über das Einkaufsverhalten der Kunden und zweitens können sie diese Information sofort verwenden, um maßgeschneiderte Reklame und Rabatte an die Smartphones der Kunden zu schicken."

Bringt man die Entwicklung, die IBM gerade anstrebt mit der Entwicklung zusammen, die Google gerade plant, dann ist nicht so sicher, was die Zukunft in Sachen Informationstechnologie noch so alles mit sich bringen wird. In dem Artikel Project Glass: Google präsentiert Prototyp seiner Datenbrille wird jedenfalls schon einmal ein Einblick in die Zukunft gegeben. Marktreif wird die Brille erst ab 2014. Vielleicht werden wir sie am Anfang belächeln oder ängstlich bestaunen. Vielleicht wird sie sich eines Tages durchsetzen, wie sich das Handy einst durchsetzte…

Groupon kann Investoren nicht überzeugen

Groupon kann Investoren nicht überzeugen
© pescatello

Groupon hat es geschafft. Man kennt die Marke. Online-Schnäppchenjäger wissen das Groupon-Angebot zu schätzen: Der Dienst bietet täglich Gutschein- und Discount-Angebote (Daily Deals) auf seinen Webseiten und per Email an. Zuletzt verzeichnete das Unternehmen mehr als 140 Millionen registrierte Email-Nutzer. Insgesamt ist Groupon heute in 45 Ländern weltweit aktiv.

Daily Deals gibt es mittlerweile in 190.000 Geschäften weltweit. Typischerweise erhalten Interessenten 50 bis 70 Prozent auf den gewöhnlichen Preis. Ein Deal kommt dann zu Stande, wenn sich genügend Interessenten für den Deal interessieren und einen Kauf abschließen. Man kann zum Beispiel auf der deutschen Groupon-Seite Angebote nach Städten sortiert finden.

Das gefällt vielen Kunden, aber Groupon schafft es damit (noch) nicht aus den roten Zahlen. An der Börse sclägt sich die Groupon-Aktie weitestgehend tapfer, auf www.it-times.de heißt es daher auch zu Recht, dass Groupon Investoren nicht überzeugt, dass die hohen Verluste eher abschreckend wirken: "Schon zum Börsengang im Vorjahr wurde Groupon kontrovers diskutiert, inwieweit das Geschäftsmodell des Unternehmens überhaupt nachhaltig tragfähig ist. Bislang hatte das Unternehmen stets rote Zahlen ausweisen müssen. Hohe Marketingkosten, Ausgaben für Firmenzukäufe und nicht zuletzt hohe Steuerzahlungen (35 Mio. Dollar) hatten das Ergebnis im vierten Quartal ins Minus gedrückt."

Immerhin: "Nachdem sich die Marketingkosten im jüngsten Quartal auf 156,5 Mio. US-Dollar summierten, will Groupon die Notbremse ziehen und hier den Rotstift ansetzen."

Man darf also gespannt sein, wie sich die Dinge bei Groupon weiter entwickeln.

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